Als die Ärzte die Gesichter ihrer Vierlinge sahen, wussten sie, dass sie ein Fall unter 15 Millionen sind

Die Emotionen, die eine Mutterschaft begleiten, können für jede schwangere Frau überwältigend sein. Aber für Bethani Webb, die zum ersten Mal Mutter wurde, vervielfachten sich all die Freude, Angst, Aufregung und Beklemmung, als sie erfahren hatte, dass sie Vierlinge erwartet. Es gab noch eine weitere Überraschung, nachdem Bethani endlich den Kreißsaal erreicht hatte. Denn als die Ärzte die Neugeborenen genauer untersuchten, entdeckten sie etwas wirklich Verblüffendes.

Die Webbs sind ein typisches Paar aus North Alberta, Kanada, und ihre Liebesgeschichte beginnt wie viele andere. Tim und Bethani heirateten mit Anfang zwanzig und wie viele normale Paare, die sehr verliebt sind, haben sie über Kinder nachgedacht.

Wie sich herausstellte, ging alles ein wenig schneller, als sie es erwartet hatten. Kurz nach der Hochzeit der Webbs im Juni 2015 wurde Bethani schwanger. Das Paar hatte geplant, mindestens 12 Monate zu warten, bevor sie ihr erstes Kind bekommen. Doch das Leben passiert, während man Pläne macht, wie man so schön sagt. Trotzdem war es eine großartige – wenn auch unerwartete – Nachricht für das Paar, dass sich schon darauf freute, ihre eigene kleine Familie zu gründen.

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Also gingen die frischgebackenen Eltern am Tag vor Heiligabend 2015 zu einer Routineuntersuchung. Dann überbrachte die Krankenschwester eine unerwartete und ziemlich tolle Nachricht. Es war nicht ganz das Weihnachtsgeschenk, auf das sich das Paar vorbereitet hatte. Die beiden waren deshalb völlig aus dem Häuschen.

Der erste Hinweis, dass etwas nicht stimmte, kam mit der Frage der Krankenschwester, ob das Paar von Mehrlingsgeburten in ihrer Familie weiß. Das erwartungsvolle Paar sagte Nein und war unsicher, was als nächstes kommen würde. In diesem Moment lenkte die Schwester ihre Aufmerksamkeit auf den Monitor.

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Wie Bethani dem kanadischen Sender Global News erzählte, dreht sie sich zum Bildschirm um und sagt: “Da ist ein Baby, da sind zwei, da sind drei und da sind vier…”

“Da bin ich fast umgefallen!”, sagt Tim.

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Als das aufgeregte Paar ihren Familien die Nachricht verkündete, waren diese auch fassungslos. Das ist auch kein Wunder. Laut Dr. James Bofill von der Universität Mississippi liegt die Chance, dass jemand ohne Hilfe einer Fruchtbarkeitsbehandlung Vierlinge empfängt, bei etwa 1 zu 729.000!

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Abgesehen davon, dass sie die Vorbereitungen für die Neuankömmlinge vervierfachen mussten, verlief die Schwangerschaft aber gut. Während dieser Zeit bekamen die Webbs noch eine weitere Neuigkeit: Tim war ernsthaft in der Unterzahl, denn alle vier Babys waren Mädchen! Nur einen Monat nach dieser unglaublichen Nachricht kam Bethani ins Royal Alexandra Hospital in Edmonton, Alberta, um sich auf die Geburt vorzubereiten.

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Weil Bethani Vierlinge bekam, hatten die Ärzte zu einem Kaiserschnitt in der 33. Woche geraten. So brachte die werdende Mutter vier süße und gesunde kleine Babys per Kaiserschnitt zur Welt. Als dann jedes der Mädchen zur Welt kam und die Neugeborenen nebeneinander gelegt wurden, waren alle fassungslos.

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Wenn schon die Wahrscheinlichkeit gering ist, auf natürliche Weise Vierlinge zu zeugen, dann war die Wahrscheinlichkeit der Entdeckung der Webbs fast schon ein Wunder. Denn unglaublicherweise – und mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu über 15 Millionen – waren die vier neugeborenen Mädchen alle identisch.

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Tim erzählte Global News: “Es war ein bisschen wie eine Zaubershow, weil sie eins, zwei, drei, vier herauszogen…Es war irgendwie surreal!” Als die Zaubershow zu Ende war, musste das Paar seinen Neuankömmlingen natürlich Namen geben – und sie wählten die Namen Emily, Grace, McKayla und Abigail für ihre kleinen Mädchen.

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Der glückliche Vater sagte später dem Edmonton Journal voller Stolz: “Es fühlt sich überwältigend toll an, dass die Babys da sind. Ich fühle mich gesegnet. Erleichtert auch, weil man sich bei Mehrlingsgeburten immer Sorgen macht. Es gibt Risiken…aber alles war perfekt.”

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Mehrlingsgeburten bedeuten vielleicht weniger Schlaf und mehr Windeln, aber es gibt zumindest einen großen Vorteil bei der Namenswahl. “Es war schön, dass wir uns nicht für einen Favoriten entscheiden mussten”, sagte Bethani zu Global News. “Wir konnten uns vier aussuchen, die uns gefielen. Wir mussten uns nicht für nur einen entscheiden.”

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Es scheint sogar, als hätte sich die Namensgebung als viel einfacher erwiesen, als die Mädchen auseinanderzuhalten. Allerdings wurde jedes Mädchen direkt nach der Geburt in einen eigenen kleinen Inkubator gelegt, was die Unterscheidung zwischen den Vierlingen einfach machte.

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Die Unterscheidung der Mädchen außerhalb der Brutkästen war dann doch etwas problematischer. Im Gespräch mit CTV News verriet Bethani: “Im Moment bin ich froh, dass sie getrennt sind, damit wir sie auseinanderhalten können. Aber selbst wenn ich nur zwei nebeneinander halte, kann ich sie überhaupt nicht auseinanderhalten.”

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Die frischgebackene Mutter Bethani verriet CTV News auch, dass ihre individuellen Persönlichkeiten nicht unterschiedlicher sein könnten. Das wird mit der Zeit sicherlich helfen, sie auseinanderzuhalten. Sie beschrieb Emily und McKayla als entspannt und Abigail als temperamentvoll – sie ist die kleinste der vier, obwohl sie die Älteste ist. Grace hingegen ist “eine ganz eigene Marke”.

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Jetzt, wo sie zu Hause sind, hat das Paar aber einen Plan, der ihnen dabei hilft, die Mädchen auseinanderzuhalten. Bethani und Tim werden sie alle mit Haarschmuck und Armbändern farblich kennzeichnen! Sie haben sogar darüber nachgedacht, ihre Zehennägel zu lackieren, um sie unterscheiden zu können.

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Für die neuen Eltern gibt es auf jeden Fall eine ganze Menge, an das sie sich gewöhnen müssen. Zur Unterstützung sind die beiden schon bei Tims Mutter eingezogen. Sie haben sogar die 820 Einwohner von Hythe, Alberta, hinter sich – ihre Heimatstadt.

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Tim erzählte der National Post: “Die Gemeinde veranstaltete eine Spendenaktion, die etwa 50.000 Dollar einbrachte und es gibt eine GoFundMe [Seite], die von Freunden eingerichtet wurde.” Das Ehepaar war von der Großzügigkeit der Gemeinde so überwältigt, dass sie sich sogar an eine örtliche Kirche wenden mussten, um alle Geschenke unterzubringen.

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Vierlinge großzuziehen ist eine gewaltige Herausforderung, aber die Webbs sind trotzdem mehr als bereit, sie anzunehmen. Der stolze Vater Tim erzählte Global News: “Ich freue mich auf die Erinnerungen und darauf, wie nah sie sich alle stehen werden.” Bethani schlussfolgerte inzwischen: “Es wird die ersten paar Jahre verrückt sein… [aber] es wird sehr aufregend.”

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Wie wir wissen, ist es extrem selten, dass diese vier Babys die gleiche DNA haben. Doch wie sehen die Gene bei nicht-identischen Vierlingen aus? Eine Mutter von Vierlingen aus San Francisco war fest entschlossen, das herauszufinden. Als sie und ihre Familie die Ergebnisse des Abstammungstests bekamen, waren sie ziemlich schockiert, gelinde gesagt.

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Im Jahr 2017 muss das Erbe einer Familie kein Geheimnis sein. Dank der Fortschritte in den Bereichen der Genetik und Technologie können Wissenschaftler Ihre DNA für eine kleine Gebühr testen und Ihnen sagen, woher Sie stammen. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist eine Speichelprobe einzusenden.

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Das bringt uns zu dieser faszinierenden Geschichte. Nachdem sie überraschende Informationen über ihre Wurzeln bekommen hatte, brachte der DNA-Test einer Mutter aus San Francisco sie dazu, ein eigenes Experiment zu starten. Sie wollte nämlich sehen, ob diese DNA-Tests wirklich so funktionieren wie versprochen. Sie hatte ihre eigenen Vierlinge genutzt, um die Genauigkeit der Ergebnisse auf die Probe zu stellen.

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Alles begann damit, dass Amy Jones dachte, “es könnte irgendwie Spaß machen, zu erfahren, woher ihre Familie stammt”, erzählte sie dem Fernsehsender KPIX 5 in San Francisco. Sie verließ sich auf Ancestry DNA. Das ist eine Website, auf der Benutzer ein Konto erstellen, eine Speichelprobe per Post einsenden und dann ihre genetischen Informationen elektronisch zugesendet bekommen.

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Die Ergebnisse, die sie erhielt, überraschten sie. “Ich rief meine Mutter an, ich rief meinen Vater an und sagte: “Hört mal, wir sind Iren!” ”, erinnert sie sich. “Und sie fragten: “Sind wir, wirklich?” und ich sagte: “Das steht da. Ich denke, dass es stimmt.” .”

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Aber selbst mit den Ergebnissen vor Augen war Jones immer noch nicht sicher, ob die Gentests auch wirklich so genau waren, wie versprochen. Deshalb war ihre Idee, die DNA-Ergebnisse mit Hilfe ihrer vier Kinder zu bestätigen, die zufällig auch Mehrlinge waren.

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Die vier Kinder von Jones sind Vierlinge. Eigentlich sind es zwei Paar Zwillinge, die zur gleichen Zeit geboren wurden: Gabe und Seth sind eineiige Zwillinge, während Hugh und Katie zweieiige Zwillinge sind. Zusammen sind sie die Jones Vierertruppe. Sie waren es auch, die vier DNA-Proben zur Verfügung stellten, um dabei zu helfen, die Genauigkeit von zwei Websites zu testen: Ancestry DNA und 23andMe.

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Mit viel Liebe zum Detail arbeiteten Jones und der Nachrichtensender KPIX 5 aus San Francisco zusammen, um sicherzustellen, dass das Experiment so fair wie möglich abläuft. Tatsächlich schickten sie gemeinsam die DNA-Proben der Kinder ein, die mit verschiedenen Namen und Herkünften gekennzeichnet waren. Sie gingen sogar so weit, sie aus verschiedenen Städten zu verschicken, um zu verschleiern, dass die Proben von Verwandten sind.

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Als die Familie Jones dann ihre Ergebnisse bekam, waren sie wieder einmal überrascht von den unterschiedlichen Informationen, die sie erhielten. Das lag aber nicht an den Tests der eineiigen Zwillinge, die mit rund 71% Nordwesteuropäer und knapp 7% Briten und Iren fast exakt die gleichen Ergebnisse brachten.

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Jones war aber schockiert, als sie merkte, dass ihre Kinder für noch irischer gehalten wurden als sie selbst. Erinnern Sie sich, das war das Ergebnis, das Jones dazu brachte, ihren eigenen Test überhaupt in Frage zu stellen. “Die Ergebnisse waren sogar deutlicher als bei mir, das hat mich wirklich überrascht”, sagte sie.

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Dann waren da noch die Ergebnisse von Katie. Katie, der zweieiige Zwilling von Hugh, hatte eine viel höhere britische und irische Abstammungslinie als jeder ihrer Brüder. Das mag vielleicht den Eindruck erwecken, dass die Tests ungenau sind, aber DNA-Expertin Dr. Ruth Ballard erklärte gegenüber KPIX 5, dass das völlig normal sei, besonders bei zweieiigen Zwillingen.

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Dr. Ballard sagte: “Man kann erwarten, dass es Unterschiede gibt und ich wäre sehr überrascht gewesen, wenn es ohne solche zurückgekommen wäre.” Sie erklärte, dass eineiige Zwillinge zwar mit sehr ähnlicher DNA geboren werden, zweieiige Zwillinge aber größere genetische Unterschiede haben. Einer der beiden übernimmt mehr DNA von einem bestimmten Elternteil.

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Außerdem konnte Jones mit den Ergebnissen ihrer Vierlinge in der Hand aufatmen. Sie hatte anfangs an ihrer eigenen DNA-Aufschlüsselung gezweifelt. “Dadurch fühle ich mich ein bisschen sicherer, was die Testergebnisse angeht”, sagte sie.

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Dr. Ballard stimmte mit Jones überein, nachdem sie KPIX 5 gesagt hatte, dass DNA-Testseiten wie Ancestry DNA und 23andMe dazu neigen, genaue Aufschlüsselungen des ethnischen Hintergrunds einer Person zu liefern. Außerdem sagte die DNA-Expertin, dass sich diese Ergebnisse weiter verbessern werden, wenn eine größere Anzahl von Proben gesammelt wird und die den Genetikern zur Verfügung stehenden Daten mehr werden.

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Während Jones lernte, dass sie ihren Ergebnissen vertrauen konnte – ihre Herkunft war wahrscheinlich doch irisch – gab es einige interessante Erkenntnisse über genetische Tests im Allgemeinen. Zum einen verknüpfte Ancestry DNA die Benutzer mit anderen potenziellen Familienmitgliedern, die ebenfalls von den Wissenschaftlern der Website getestet worden waren.

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Jones Kinder wurden sogar mit falschen Namen als potenzielle Familienmitglieder mit ihrem Profil verknüpft. Und die Profile der Kinder? Ancestry DNA teilte ihnen auch mit, dass Jones ihre Mutter ist, denn sie hatte schon ihre eigenen genetischen Informationen bei der Firma eingesendet. Das ist bekannt als DNA-Match-Funktion, obwohl die Website nicht um Erlaubnis gebeten hat, Jones mit anderen potenziellen Verwandten zu vergleichen.

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“Das beunruhigt mich”, sagte Jones zu KPIX 5, nachdem sie diese Information in ihrem Profil gesehen hatte. Die vierfache Mutter sagte, dass sie nur ihre genetische Herkunft herausfinden wollte. Tatsächlich hat Jones nie die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass ihre DNA benutzt werden könnte, um sie mit anderen Kunden von Ancestry DNA abzugleichen.

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Letztendlich war das aber keine schlimme Sache für Jones. Schließlich stammte die verknüpfte DNA von ihren eigenen Kindern, von denen sie ja wusste, dass sie einen Teil ihres genetischen Codes haben. Doch Dr. Ballard warnte, dass andere Benutzer sich auf alles gefasst machen sollten, wenn sie einen solchen Dienst nutzen.

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Dr. Ballard wies zum Beispiel darauf hin, dass die Matching-Funktion Samen- und Eizellenspender wieder mit ihren biologischen Kindern verknüpfen könnte, egal ob sie diese finden wollten oder nicht. Andere Benutzer könnten herausfinden, dass sie adoptiert wurden, wenn ihre DNA so überhaupt nicht mit der ihrer Eltern übereinstimmt. “Es kann eine Adoption und andere Fragen in Ihrer Familie aufbringen”, sagte sie.

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Nachdem KPIX 5 sich nach dieser Funktion erkundigt hatte, gab Ancestry DNA an, dass sie die DNA-Match-Funktion zu einem optionalen Teil des Gentests machen werden. Aber selbst mit diesem neuen Sicherheitsnetz sagte Dr. Ballard, dass alle Benutzer der Website verstehen sollten, worauf sie sich einlassen, wenn sie das Röhrchen einsenden.

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“Ich gebe den Leuten den Rat, sich die Privatsphäre-Einstellungen anzusehen und zu entscheiden, wie viele Informationen sie preisgeben wollen”, warnte Ballard. Bei guter Überlegung könnte jedoch ein Test zum Familienerbe für alle interessant sein, die sich nicht sicher sind, wo ihre Wurzeln sind. Wie es scheint, ging es Jones genauso, denn sie sagte: “Ich dachte, es wäre vielleicht ganz lustig zu wissen, woher ich komme.”

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